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Ein Projekt von Amt für Auswärtige Angelegenheiten
SOS-Kinderdorf unterstützt Wiederaufbau und Schutzmassnahmen in Amhara
Äthiopien befindet sich weiterhin in einer schweren humanitären Krise. Anhaltende Konflikte, klimatische Schocks und wirtschaftliche Instabilität haben dazu geführt, dass über 30 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen sind. Zudem sind rund 4,5 Millionen Menschen innerhalb des Landes vertrieben. Besonders betroffen ist die Region Amhara, wo Gewalt, wiederholte Ernteausfälle, Vertreibung und der Zusammenbruch staatlicher Grunddienste die Lage seit 2020 stark verschärft haben. Seit Anfang 2025 haben über 660’000 Menschen in Konfliktgebieten der Region Amhara Zuflucht gesucht.
Die Organisation SOS-Kinderdorf, die bereits seit 1974 in Äthiopien tätig ist und über langjährige Erfahrung in der Nothilfe und Entwicklungszusammenarbeit verfügt, unterstützt mit dem Projekt besonders verletzliche Kinder, Frauen und vertriebene Haushalte in der Region Amhara. Das Projekt verbindet kurzfristige humanitäre Hilfe mit Wiederaufbau und Resilienzstärkung. Im Zentrum stehen Schutz, Bildung, psychosoziale Unterstützung sowie Ernährungssicherheit und Lebensgrundlagen.
Konkret werden Kinderschutzsysteme und Hilfsdienste für Betroffene geschlechtsspezifischer Gewalt gestärkt, kinderfreundliche Räume und sichere Räume für Mädchen eingerichtet sowie Schutzakteure und Fachkräfte geschult. Zudem werden getrennte Kinder bei der Familienzusammenführung unterstützt. Im Bildungsbereich werden 13 Schulen mit Lernmaterialien, Solaranlagen und weiteren Massnahmen ausgestattet. Lehrpersonen erhalten Schulungen, und Kinder werden durch Back-to-School-Massnahmen sowie beschleunigte Lernprogramme beim Schulbesuch unterstützt.
Darüber hinaus umfasst das Projekt psychosoziale Unterstützung, unter anderem durch Schulungen in psychologischer Erster Hilfe, Elterntrainings, Resilienz-Workshops und Gruppeninterventionen im schulischen und gemeindebasierten Umfeld. Gefährdete Haushalte erhalten zudem Nahrungsmittelhilfe, klimaresistentes Saatgut, landwirtschaftliche Schulungen, Unterstützung bei der Wiederbeschaffung von Viehbestand, Bargeldhilfe sowie Zugang zu Berufsausbildungen und Spar- und Darlehensgruppen auf Dorfebene. Insgesamt erreicht das Projekt 29’711 direkte Begünstigte, darunter 22’416 Kinder. Zusätzlich profitieren 89’133 Menschen indirekt von den Massnahmen.
Projektziele
Verbesserter Zugang zu Schutz, Bildung, psychosozialer Unterstützung und materieller Hilfe für konfliktbetroffene Kinder, Frauen und Haushalte in der Region Amhara
Stärkung von Kinderschutzsystemen, Hilfsdiensten für Betroffene geschlechtsspezifischer Gewalt sowie gemeindebasierten Schutzstrukturen
Ausstattung von 13 Schulen mit Lernmaterialien, Solaranlagen und weiteren Bildungsangeboten sowie Unterstützung von Back-to-School-Massnahmen und beschleunigten Lernprogrammen
Psychosoziale Unterstützung für Kinder, Familien und Gemeinschaften durch psychologische Erste Hilfe, Elterntrainings, Resilienz-Workshops und Gruppeninterventionen
Verbesserung der Ernährungssicherheit und Lebensgrundlagen gefährdeter Haushalte durch Nahrungsmittelhilfe, Saatgut, landwirtschaftliche Schulungen, Viehbestand, Bargeldunterstützung, Berufsausbildungen sowie Spar- und Darlehensgruppen
Fakten zum Projekt
Land und Region:
Äthiopien
Region Amhara
Projektdauer:
2026
Gesamtbetrag:
CHF 100'000