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Ein Projekt von Amt für Auswärtige Angelegenheiten
Menschenhandel mit ukrainischen Geflüchteten bekämpfen
Der Handel mit Menschen aus der Ukraine hat seit Kriegsbeginn massiv zugenommen. Vor allem ukrainische Frauen und Kinder sind gefährdet, nach oder beim Verlassen ihres Heimatlandes Opfer von Menschenhändlern zu werden. Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, OSZE, bekämpft bereits seit 2022 den Menschenhandel im Rahmen ihres Projekts «Preventing and Responding to Trafficking in Human Beings Amid the Humanitarian Crisis Related to the War in Ukraine».
Seit 2022 wird das Projekt durch Liechtenstein unterstützt und hat damit auch 2025 zu einer Reihe von wirksamen Projektfortschritten beigetragen. Dazu gehören u.a. die Beratungen mit ukrainischen sowie eine Vielzahl europäischer Behörden über effiziente Massnahmen zur Bekämpfung des Menschenhandels. Der Fokus lag 2025 auf der Schulung der zuständigen nationalen Stellen, um Betroffene von Menschenhandel zu erkennen.
Die Teilnehmerstaaten erhalten dabei Unterstützung durch das 2003 eingerichtete Büro des OSZE-Sonderbeauftragten und -Koordinators für die Bekämpfung von Menschenhandel, um wirksame Massnahmen umsetzen zu können. Dies geschieht u.a. durch Beratung auf politischer und gesetzgeberischer Ebene sowie den Austausch von Informationen. Es werden Instrumente entwickelt und Kapazitäten bei staatlichen und nichtstaatlichen Akteuren aufgebaut. Liechtenstein, das mit dem Sonderbeauftragten eng zusammenarbeitet, kann mit seinem Beitrag eine Finanzierungslücke dieses so aktuellen und relevanten Projekts schliessen.
Projektziele
Unterstützung der OSZE-Teilnehmerstaaten bei der Verhütung von Menschenhandel infolge des russischen Angriffskriegs in der Ukraine.
Hilfestellung nach der «Policy to practice»-Methode bei der Definition von Bedürfnissen, der Entwicklung politischer Konzepte sowie der Ausarbeitung gezielter Massnahmen und Aktionspläne, um das Risiko von Menschenhandel zu verringern und Betroffene besser zu schützen.
Fakten zum Projekt
Land und Region:
Ukraine
und Europa
Projektdauer:
2022 – 2025
Gesamtbetrag:
CHF 200'000