Inhalt
Ein Projekt von Amt für Auswärtige Angelegenheiten
Verbesserte Lebensbedingungen für konfliktbetroffene Menschen in Diffa
Unterstützung für Binnenvertriebene und Aufnahmegemeinschaften in der Region Diffa
Die Region Diffa im Südosten Nigers ist seit Jahren von bewaffneter Gewalt, Vertreibungen und wiederkehrenden klimatischen Schocks betroffen. Angriffe bewaffneter Gruppen, Dürren und Überschwemmungen haben die Lebensgrundlagen zahlreicher Familien beeinträchtigt und zu einer anhaltenden humanitären Krise geführt. Besonders betroffen sind Binnenvertriebene, Rückkehrende und vulnerable Haushalte in den Aufnahmegemeinden, deren Existenzgrundlagen stark von der Land- und Viehwirtschaft abhängen.
Liechtenstein unterstützt 2026 ein Projekt von HEKS/EPER zur Verbesserung der Lebensbedingungen konfliktbetroffener Bevölkerungsgruppen in der Region Diffa. Die Organisation verfügt über langjährige Erfahrung in der Region und verfolgt einen integrierten Ansatz, der humanitäre Hilfe, Wiederaufbau und langfristige Entwicklungsförderung miteinander verbindet.
Das Projekt stärkt lokale Strukturen zur Konfliktmediation und zur nachhaltigen Verwaltung natürlicher Ressourcen. Gleichzeitig werden Wasserstellen und Viehkorridore rehabilitiert, degradierte Weideflächen wiederhergestellt sowie einkommensschaffende Aktivitäten und agrarökologische Produktionsmethoden gefördert. Besonders vulnerable Haushalte erhalten während der Hungerperiode Nahrungsmittel- und Tierfutterhilfe.
Mit dem Beitrag unterstützt Liechtenstein die Bewältigung einer langanhaltenden und stark unterfinanzierten Krise im Sahel. Das Projekt fördert die Ernährungssicherheit, stärkt die Widerstandsfähigkeit gegenüber klimatischen und sicherheitsbedingten Schocks und trägt zum friedlichen Zusammenleben von Binnenvertriebenen und Aufnahmegemeinschaften bei.
Projektziele
Verbesserung der Lebensbedingungen von Binnenvertriebenen, Rückkehrenden und vulnerablen Aufnahmegemeinschaften in der Region Diffa.
Stärkung der Ernährungssicherheit und der wirtschaftlichen Perspektiven gefährdeter Haushalte durch nachhaltige landwirtschaftliche und pastorale Massnahmen.
Förderung der Resilienz gegenüber klimatischen und sicherheitsbedingten Krisen durch die Wiederherstellung und nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen.
Verringerung von Konflikten um Land- und Wasserressourcen durch lokale Vermittlungs- und Verwaltungsmechanismen.
Förderung des sozialen Zusammenhalts und des friedlichen Zusammenlebens zwischen Binnenvertriebenen und Aufnahmegemeinschaften.
Besonderheiten des Projektes
Triple-Nexus-Ansatz mit der Verknüpfung von humanitärer Hilfe, Wiederaufbau und Entwicklungszusammenarbeit.
Kombination von Konfliktprävention, Ernährungssicherung und Einkommensförderung in einem integrierten Programm.
Fokus auf die friedliche Nutzung und Verwaltung von Land- und Wasserressourcen.
Unterstützung sowohl von Binnenvertriebenen und Rückkehrenden als auch von Aufnahmegemeinschaften.
Zusammenarbeit mit lokalen Behörden, Landkommissionen und dem UNHCR.
Fakten zum Projekt
Land und Region:
Niger
Projektdauer:
2026
Gesamtbetrag:
CHF 100’000