Inhalt
Ein Projekt von Amt für Auswärtige Angelegenheiten
Bildung statt Waffen – Schulbildung und Friedensförderung in Jebel Boma
Bildung und Friedensförderung in einer fragilen Region Südsudans
Südsudan gehört weiterhin zu den fragilsten Staaten der Welt. Politische Spannungen, lokale Konflikte, Vertreibungen sowie wiederkehrende Dürren und Überschwemmungen erschweren das Leben vieler Menschen und beeinträchtigen den Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen. Besonders in abgelegenen Regionen wie Jebel Boma nahe der äthiopischen Grenze sind Bildungsangebote nur eingeschränkt verfügbar. Viele Kinder und Jugendliche besuchen keine Schule oder brechen ihre Ausbildung frühzeitig ab. Mädchen sind dabei besonders benachteiligt.
Liechtenstein unterstützt 2026 ein Projekt von Ena (Schweiz), das in Zusammenarbeit mit der lokalen Partnerorganisation ACROSS umgesetzt wird. Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen auch unter schwierigen Bedingungen Zugang zu Bildung, Schutz und Entwicklungsperspektiven zu ermöglichen. Das Projekt verbindet Bildungsförderung mit Massnahmen zur Friedensförderung und zum sozialen Zusammenhalt.
Zu den Aktivitäten gehören die Aus- und Weiterbildung von Lehrpersonen, die Verbesserung der Schulinfrastruktur, die Bereitstellung von Schulmaterial und sanitären Einrichtungen sowie die Vergabe von Stipendien, insbesondere für Mädchen. Ergänzend werden psychosoziale Unterstützungsangebote für Kinder und Jugendliche bereitgestellt. Gleichzeitig stärkt das Projekt lokale Friedensstrukturen durch Dialogformate, Jugendforen, Friedenskomitees und gemeinschaftsfördernde Aktivitäten.
Mit diesem Beitrag unterstützt Liechtenstein die Aufrechterhaltung wichtiger Bildungs- und Schutzangebote in einer von Unsicherheit und Vernachlässigung geprägten Region. Das Projekt trägt dazu bei, die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen zu verbessern, den sozialen Zusammenhalt zu stärken und Perspektiven für eine friedlichere Zukunft zu schaffen.
Projektziele
Verbesserung des Zugangs zu qualitativ hochwertiger Grundschulbildung für Kinder und Jugendliche in der Region Jebel Boma.
Stärkung des regelmässigen Schulbesuchs und der Bildungschancen, insbesondere für Mädchen und andere benachteiligte Gruppen.
Verbesserung der Lernbedingungen durch den Ausbau von Schulinfrastruktur sowie die Qualifizierung von Lehrpersonen und Schulleitungen.
Förderung des psychosozialen Wohlbefindens und des Schutzes von Kindern und Jugendlichen in einem von Unsicherheit geprägten Umfeld.
Stärkung des sozialen Zusammenhalts und der friedlichen Konfliktlösung durch lokale Friedensstrukturen und gemeinschaftsbasierte Dialoge.
Besonderheiten des Projektes
Kombination von Bildungsförderung, Kinderschutz und Friedensförderung in einem integrierten Ansatz.
Besonderer Fokus auf den Schulbesuch und die Bildungsförderung von Mädchen.
Langjährige Zusammenarbeit mit der lokalen Partnerorganisation ACROSS.
Unterstützung einer schwer zugänglichen und international wenig beachteten Region.
Verbindung von Schulbildung mit psychosozialer Unterstützung und lokaler Konfliktprävention.
Beitrag zur Schliessung eines wesentlichen Teils der Finanzierungslücke für das Projektjahr 2026.
Fakten zum Projekt
Land und Region:
Sudan
Südsudan
Projektdauer:
2026
Gesamtbetrag:
CHF 100’000