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Ein Projekt von Amt für Auswärtige Angelegenheiten
Humanitäre Hilfe des IKRK im Südsudan
Die humanitäre Lage im Südsudan hat sich 2026 erneut verschärft. Kämpfe zwischen Regierungs- und Oppositionskräften sowie interkommunale Gewalt führen zu Todesfällen, Verletzungen und Vertreibungen. Gesundheitsversorgung, Infrastruktur und Lebensgrundlagen werden beeinträchtigt. Der Krieg im benachbarten Sudan erhöht den Druck zusätzlich, da weiterhin Rückkehrende und Flüchtlinge in den Südsudan gelangen. Hunger, Klimaschocks und der eingeschränkte Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen verschärfen die Situation.
Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) ist seit den 1980er-Jahren im Südsudan präsent. Sein neutrales, unparteiisches und unabhängiges Mandat ermöglicht vertrauliche Gespräche mit Behörden und Waffentragenden, Besuche bei Menschen in Haft sowie die Tätigkeit als neutraler Vermittler.
Das IKRK stellt Familienkontakte wieder her, unterstützt die Suche nach vermissten Personen und fördert den würdevollen Umgang mit Verstorbenen. Es leistet Nahrungsmittel- und Bargeldhilfe, verteilt grundlegende Haushaltsartikel und unterstützt die Nahrungsmittelproduktion und Einkommensmöglichkeiten. Gesundheitseinrichtungen, Spitäler, Ersthelfende und Rehabilitationsangebote erhalten Unterstützung. Zudem stellt das IKRK psychosoziale Hilfe bereit und verbessert Wasser- und Versorgungssysteme in konfliktbetroffenen Gemeinden und Haftanstalten.
Liechtenstein unterstützt die Aktivitäten des IKRK und trägt damit zum Schutz und zur Grundversorgung besonders gefährdeter Menschen in einem stark unterfinanzierten Krisenkontext bei.
Projektziele
Schutz konfliktbetroffener Menschen und Förderung humanitärer Normen
Verbesserung der Behandlung und Versorgung von Menschen in Haft
Wiederherstellung von Familienkontakten und Unterstützung bei Vermisstenfällen
Verbesserung des Zugangs zu Gesundheitsversorgung und Notfallbehandlung
Bereitstellung von Rehabilitation und psychosozialer Unterstützung
Verbesserung des Zugangs zu Nahrungsmitteln, sauberem Wasser und grundlegender Versorgung
Stabilisierung der Lebensgrundlagen von Vertriebenen, Rückkehrenden, Flüchtlingen und Aufnahmegemeinschaften
Stärkung des Südsudanesischen Roten Kreuzes
Besonderheiten des Projektes
Das IKRK verfügt über besondere Zugänge zu Konfliktparteien, Menschen in Haft und schwer erreichbaren Gemeinschaften. Gemeinsam mit dem Südsudanesischen Roten Kreuz kann es flexibel auf neue Gewalt, Vertreibung und andere humanitäre Notlagen reagieren.
Fakten zum Projekt
Land und Region:
Sudan
Projektdauer:
2025-2026
Gesamtbetrag:
CHF 200'000