Inhalt
Ein Projekt von Amt für Auswärtige Angelegenheiten
Stärkung der Fähigkeiten sudanesischer Frauen in Friedensverhandlungen
Der seit 2023 eskalierende bewaffnete Konflikt zwischen den Sudanese Armed Forces (SAF) und den Rapid Support Forces (RSF) hat im Sudan eine der schwersten humanitären Krisen weltweit ausgelöst. Fast die Hälfte der Bevölkerung ist von Hunger betroffen, Millionen sind vertrieben, und Frauen leiden besonders unter Gewalt, eingeschränkter Bewegungsfreiheit und politischem Ausschluss. Trotz ihrer essenziellen Rolle für nachhaltigen Frieden bleiben Frauen in formellen Verhandlungen weitgehend unrepräsentiert.
Das Programm der Schweizer Organisation PeaceWomen Across the Globe (PWAG) setzt hier an: Es stärkt sudanesische Frauen als aktive Akteurinnen in Friedensprozessen, schafft sichere Räume für Dialog, Vertrauen und Solidarität und fördert die Entwicklung gemeinsamer Strategien für laufende und zukünftige Friedensverhandlungen. Durch den Beitrag Liechtensteins werden Frauen in Dilling (Sudan) sowie in der Diaspora in Kampala (Uganda) befähigt, ihre Perspektiven sichtbar zu machen und als legitime Stimmen gehört zu werden.
Das Projekt unterstützt direkt die Umsetzung der UN-Agenda „Women, Peace and Security“ und stärkt Frauenrechte in einem der zurzeit am stärksten vernachlässigten Konfliktkontexte.
Projektziele
Stärkung der kollektiven Handlungsfähigkeit sudanesischer Frauen für eine aktive Beteiligung an Friedensverhandlungen
Erhöhte Sichtbarkeit und Legitimität von Frauen als Friedensakteurinnen
Aufbau von Vertrauen und Netzwerken zwischen lokalen und vertriebenen Frauen
Entwicklung einer gemeinsamen Agenda, welche Frauenperspektiven in Friedensprozesse einbringt
Langfristige Förderung von Geschlechtergerechtigkeit und inklusiven Friedensprozessen
Beitrag zum Frieden im Sudan durch inklusivere Verhandlungsstrukturen
Besonderheiten des Projektes
Gezielte Stärkung weiblicher Führungskompetenzen in Mediation, Verhandlung und politischer Teilhabe
Sichere Dialogräume für Austausch, Vernetzung und Vertrauensbildung
Einbindung sowohl lokaler Frauen als auch der Diaspora, um Perspektiven zu verbinden
Unterstützung von Kleinstinitiativen in lokalen Gemeinschaften, um Dialog zu fördern und Stereotype abzubauen
Dokumentation von Gewaltfolgen und Lernerfahrungen zur politischen Fürsprache
Fakten zum Projekt
Land und Region:
Sudan, Uganda
Projektdauer:
2025
Gesamtbetrag:
CHF 90'000