Inhalt
Ein Projekt von Amt für Auswärtige Angelegenheiten
Humanitäre Hilfe in der Sudan-Krise
Humanitäre Hilfe für Flüchtlinge und Aufnahmegemeinden im Osten des Tschad
Der anhaltende Konflikt im Sudan hat seit 2023 Hunderttausende Menschen zur Flucht in die Nachbarländer gezwungen. Besonders stark betroffen ist der Osten des Tschad, wo Flüchtlingscamps und Aufnahmegemeinden in den Regionen Ouaddaï und Sila unter enormem Druck stehen. Der Mangel an Nahrung, sauberem Trinkwasser, sanitärer Infrastruktur und Einkommensmöglichkeiten verschärft die ohnehin prekäre humanitäre Lage. Frauen und Kinder sind dabei besonders gefährdet und vielfach von Gewalt, Vertreibung und Traumatisierung betroffen.
Liechtenstein unterstützt 2026 ein humanitäres Hilfsprojekt von SWISSAID im Osten des Tschad. Die Organisation verfügt über langjährige Erfahrung in der Region und arbeitet eng mit den zuständigen Behörden sowie internationalen Partnern zusammen. Das Projekt verbindet unmittelbare Nothilfe mit Massnahmen zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit von Flüchtlingen und Aufnahmegemeinden.
Zu den Schwerpunkten gehören Nahrungsmittelhilfe für besonders vulnerable Familien, die Verbesserung des Zugangs zu Wasser-, Hygiene- und Sanitärdiensten, die Unterstützung landwirtschaftlicher Produktion durch klimaangepasstes Saatgut und agrarökologische Schulungen sowie psychosoziale Begleitung und Schutzmassnahmen für besonders gefährdete Frauen. Ergänzend werden einkommensschaffende Aktivitäten gefördert, um die wirtschaftliche Selbstständigkeit der Betroffenen zu stärken.
Mit dem Beitrag leistet Liechtenstein einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung einer der weltweit grössten und am stärksten unterfinanzierten humanitären Krisen. Gleichzeitig werden die Grundversorgung gesichert, die Resilienz der betroffenen Bevölkerungsgruppen gestärkt und soziale Spannungen zwischen Flüchtlingen und Aufnahmegemeinden reduziert.
Projektziele
Verbesserung der Grundversorgung von Flüchtlingen und besonders vulnerablen Haushalten durch Nahrungsmittelhilfe sowie Zugang zu sauberem Wasser, Hygiene- und Sanitärdiensten.
Stärkung der Ernährungssicherheit und Resilienz von Flüchtlings- und Aufnahmegemeinschaften durch klimaangepasste Landwirtschaft und Wiederaufnahme lokaler Produktion.
Verbesserung des Schutzes und der psychosozialen Unterstützung für besonders gefährdete Frauen, einschliesslich Überlebender geschlechtsspezifischer Gewalt.
Förderung von Einkommensmöglichkeiten und wirtschaftlicher Selbstständigkeit zur Verringerung von Abhängigkeiten und Krisenanfälligkeit.
Beitrag zu sozialem Zusammenhalt und friedlichem Zusammenleben zwischen Flüchtlingen und Aufnahmegemeinden.
Besonderheiten des Projektes
Fokus auf Flüchtlingscamps und Aufnahmegemeinden, um Versorgungslücken an der Schnittstelle beider Gruppen zu schliessen.
Kombination von akuter Nothilfe und langfristiger Resilienzstärkung.
Spezifische Unterstützung für Frauen und Überlebende geschlechtsspezifischer Gewalt.
Nutzung klimaangepasster und agrarökologischer Ansätze zur Stärkung der Ernährungssicherheit.
Etablierte Präsenz von SWISSAID im Osten des Tschad und enge Zusammenarbeit mit UNHCR und lokalen Behörden.
Fakten zum Projekt
Land und Region:
Tschad
Projektdauer:
2025-2026
Gesamtbetrag:
CHF 150'000